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Geschichte der Schachabteilung


Entstehung und Werdegang der Schachabteilung im Eisenbahner TSV

 

 

Bereits zu Beginn der 80er Jahre gab es erste Bemühungen, den Schachsport im Eisenbahner TSV heimisch werden zu lassen. Die Gruppe um Friedhelm Helmich, Ulrich Seidel und Emil Meinzer konnte sich mangels Zulaufs jedoch nicht auf Dauer etablieren.

 

Erst im April 1988 kam es zur Gründung einer Schachabteilung im Eisenbahner TSV. Ermöglicht wurde sie durch Ulrich Seidels Kontakte zu dem damaligen Oberligaspieler des Osnabrücker Schachvereins Jürgen Daum, den er für die Idee einer Vereinsneugründung gewinnen konnte. Erste Spartenmitglieder wurden per Zeitungsannonce geworben. In der Spielzeit 1988/89 nahm die neue Abteilung erstmalig am offiziellen Spielbetrieb des Schachbezirkes Osnabrück/Emsland in der Kreisklasse Osnabrück teil. Diese erste Schachmannschaft des Eisenbahner TSV um den erfahrenen Jürgen Daum wies insgesamt naturgemäß relativ wenig Turniererfahrung auf und belegte in der Aufstellung Jürgen Daum, Wolfgang Pieper, Helmut Borchers, Jürgen Roß, Ulrich Seidel, Helge Dzellak, Jörg Lütters, Ilona Jobst und Klaus Wehmeyer den vorletzten Platz. Von dieser Anfangsformation sind Wolfgang Pieper als Übungsleiter im Jugendbereich, Helge Dzellak als Spielleiter und auch Aktive sowie Jürgen Roß und Ulrich Seidel Vereinsmitglieder.

 

1990 gab Jürgen Daum die Spartenleitung an Wolfgang Pieper ab, welche 1994 auf Dr. Eberhard Güting überging. Einen bedeutenden Aufschwung nahm der Spielbetrieb nach der Fusion mit der Schachabteilung des Post-SV Osnabrück im Sommer 1992. Auch eine Vielzahl bosnischer Flüchtlinge sowie russischer Aussiedler sorgte für eine wesentliche Verstärkung der mittlerweile zwei Mannschaften.

Folgerichtig wurde der 1. Platz der Kreisklasse Osnabrück-Süd erreicht und somit der Aufstieg in die Kreisliga Osnabrück. In der Aufstellung Martin Botschek, Markus von Wantoch, Hermann Wraga, Helge Dzellak, Stefan Ewert, Andrej Schlobinski, Dr. Eberhard Güting und Bruno Manske wurde im darauffolgenden Jahr 1993 der Durchmarsch in die Bezirksklasse geschafft. Die Assimilation weiterer spielstarker bosnischer Flüchtlinge bzw. russischer Aussiedler brachte eine weitere Verstärkung aller Mannschaften, so dass 1995 mit der 2. Mannschaft in der Aufstellung Prof. Dr. Valentin Lazutka, Dr. Peter Schlobinski, Helge Dzellak, Ingo Hollmann, Bruno Manske, Helmut Lührmann, Roland Niehüser-Sauer und Theo Saltenbrock mit der Vizemeisterschaft in der 1. Kreisklasse Osnabrück der Aufstieg in die Kreisliga gelang.

 

1996 erreichte der Eisenbahner TSV in der Aufstellung Omer Sabitovic, Vinko Barukcic, Karl-Heinz Kunert und Prof. Dr. Valentin Lazutka mit einem 7. Platz die beste Platzierung bei den Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaften.

 

1997 errang die 1. Mannschaft in der Aufstellung Peter Backhaus, Karl-Heinz Kunert, Omer Sabitovic, Vinko Barukcic, Andreas Kätker, Kai Hellendoorn, Fadil Henda und Reinhard Paul den Vizemeistertitel in der Bezirksklasse und stieg in die Bezirksliga auf. Unglücklicherweise hatte insbesondere die 1. Mannschaft in der Folge durch berufliche Veränderungen bzw. Emigration oder Rückkehr der bosnischen Flüchtlinge einen bedeutenden Aderlass seiner Leistungsträger zu verkraften, so dass zwei Spielzeiten später 1999 der Abstieg in die Bezirksklasse folgte. Dort behauptete sich die 1. Mannschaft in der erweiterten Tabellenspitze.

 

1996 und 2000 stellte der Eisenbahner TSV mit Karl-Heinz Kunert jeweils einen Teilnehmer an den VDES-Meisterschaften. 2000 in Dresden wurde er mit einem Ergebnis von 4,5/9 Punkten erfolgreichster niedersächsischer Teilnehmer und errang den 47. Platz.

 

Bereits seit Gründung der Schachabteilung 1988 wurde versucht, auch Jugendliche für den Schachsport zu begeistern und an den Verein zu binden, um eine gesunde Mitgliederentwicklung zu gewährleisten. Seit 1989 finden in verschiedenen Schulen Schach-AG´s statt, mit dem Ziel der Mitgliederwerbung und Talentsichtung. Als absehbar war, dass der Verbleib der bosnischen Leistungsträger von begrenzter Dauer sein würde, wurden diese Aktivitäten seit 1994 intensiviert und die Schachausbildung der Jugendlichen in mehreren Leistungsstufen betrieben.

 

1993 gab Wolfgang Pieper, der die Jugendarbeit von Beginn an geleitet hatte, diese an Lars Stremler ab. 1995 übernahm Karl-Heinz Kunert, der erste in der Abteilung ausgebildete C-Trainer, die Leitung der Jugendabteilung. 1999 kam mit Wolfgang Pieper ein weiterer lizensierter Übungsleiter hinzu. Die größten Erfolge der Jugendarbeit waren der Niedersächsische Meistertitel der A-Jugend von Mehmet Pasalic 1993 sowie die zwischen 1997 und 1999 ununterbrochene Landesvizemeisterschaft der Damenmannschaft in der Aufstellung Theresa Wraga, Katrin Rieseler, Meike Rieseler, Daniela Diessel, Michaela Korte und Vanessa Schulz (geborene Schirdewan). In den Jahren 1996-1998 besetzte mit Katrin Rieseler eine Spielerin des Eisenbahner TSV das Mädchenbrett des Osnabrücker SV in der 1. Jugendbundesliga mit positivem Ergebnis. Seit 1994 hat sich die Jugendabteilung zu einer der mitgliederstärksten im Bezirk Osnabrück entwickelt. Mit Jewgeni Korduner in der D-Jugend hat sich dieses Jahr erstmalig seit Mehmet Pasalic 1993 wieder ein Junge für die Landesmeisterschaften qualifizieren können. Im Mädchenschach ging 1999 die im Bezirk mit führende Position verloren durch Abgänge. Hier wird neu aufgebaut.

Insbesondere einige der C- und D-Jugendlichen verstärken in den letzten Jahren zunehmend auch bereits die Seniorenmannschaften als Zeichen für die kontinuierliche Aufbauarbeit, die in der Schachabteilung geleistet wird.

 

Bericht von Karl-Heinz Kunert, anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums in 2001 verfasst



Nachtrag: Wir bedanken uns hiermit bei Karl-Heinz Kunert, der von 1993 bis 2006 Mitglied unserer Schachabteilung war, besonders für seine langjährige Tätigkeit als Jugendtrainer und Jugendwart.

 

 

 

Stand: 12-10-2009













 

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